Enormer Anstieg bei Public-Key-Infrastrukturen und digitalen Zertifikaten

Jährliche Studie zu aktuellen Trends im Bereich PKI und IoT konstatiert weltweit eine starke Zunahme

von Public-Key-Infrastrukturen, angetrieben durch das Internet of Things und Cloud-Dienste

 

 

Minneapolis und Düsseldorf – 13. Oktober 2020 – Weltweit vergrößern Unternehmen rapide den

Umfang und das Ausmaß ihrer Datenschutzinfrastruktur, was sich laut Untersuchungen von Entrust in

einer erheblichen Zunahme von Public-Key-Infrastrukturen (PKI) widerspiegelt. PKIs gewährleisten

die Sicherheit wichtiger digitaler Initiativen wie zum Beispiel die Nutzung der Cloud, der Einsatz

mobiler Geräte und digitaler Identitäten sowie das Internet of Things (IoT).

 

Die jährlich vom Ponemon Institut im Auftrag von nCipher Security, einem Unternehmen von Entrust,

durchgeführte Studie zu globalen PKI- und IoT-Trends basiert auf den Antworten von über 1.900 ITSecurity

Experten aus 17 Ländern.

 

IoT, Authentifizierung und Cloud sind die wichtigsten Triebkräfte für PKIs

Unternehmen werden immer abhängiger von digitalen Informationen und sind mit immer raffinierteren

Cyberangriffen konfrontiert. Hier schaffen PKIs Abhilfe, mit denen sich der Zugriff auf Daten

kontrollieren und die Identität von Personen, Systemen und Geräten ermitteln lässt.

Den größten Zuwachs bei PKI-Anwendungen verzeichnet die aktuelle Studie im Bereich Internet of

Things: 47% der Befragten gaben diesen Trend als Hauptgrund für das Wachstum ihrer PKIInfrastruktur

an (ein Anstieg von 26% innerhalb der letzten fünf Jahre). Die Nutzung Cloud-basierter

Dienste steht mit 44% der Befragten an zweiter Stelle.

 

TLS/SSL-Zertifikate für öffentlich zugängliche Websites und Dienste sind der am häufigsten zitierte Anwendungsfall für PKI-Credentials (84% der Befragten). Public Cloud-basierte Anwendungsfälle verzeichneten im Jahresvergleich das schnellste Wachstum (82%, plus 27% gegenüber 2019),

gefolgt von der Benutzerauthentifizierung in Unternehmen (70% der Befragten, ein Anstieg von 19% gegenüber 2019). Die Ergebnisse der Studie unterstreichen den entscheidenden Bedarf an PKI zur Absicherung zentraler

Unternehmensanwendungen.

 

Rasanter Anstieg bei zu verwaltenden Zertifikaten

Die durchschnittliche Anzahl an Zertifikaten, die ein Unternehmen verwalten muss, stieg in 2020 um 43 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, von 39.197 auf 56.192 Zertifikate. Dies unterstreicht die massiven Anforderungen an die Verwaltung von Unternehmenszertifikaten. Der enorme Anstieg in diesem Jahr lässt sich nach Meinung der Experten von Entrust auf den branchenweiten Übergang hin zu kürzeren Gültigkeitszeiträumen bei Zertifikaten und das starke Wachstum bei Anwendungen in den Bereichen Cloud und Benutzerauthentifizierung zurückführen.

 

Herausforderungen und Unsicherheit

Die aktuelle Studie zeigte auch neue Herausforderungen für ITSicherheitsexperten bei der Realisierung von PKI-Anwendungen. Mehr als die Hälfte der Befragten (52%) nannte dabei die mangelnde Sichtbarkeit der Sicherheitsfunktionen einer bestehenden PKI als größtes Problem (ein Anstieg von 16% gegenüber 2019). Dies unterstreicht den Mangel an Fachkenntnissen im Bereich Cybersicherheit und den Bedarf an PKI-Spezialisten, die auf der Grundlage bewährter Sicherheits- und Betriebspraktiken maßgeschneiderte unternehmensweite

Roadmaps erstellen können. Problematisch erweist sich zudem das Ändern von Legacy-Anwendungen und die Adaption bestehender PKIs an neue Anwendungen (jeweils 51%).

 

Wenn es um die Einführung und die Verwaltung einer PKI geht, sind IT-Sicherheitsexperten vor allem

durch organisatorische Probleme wie fehlende klare Zuständigkeiten, unzureichende Kenntnisse und

mangelnde Ressourcen herausgefordert. Die Zahlen der Studie zur PKI-Bereitstellung deuten

eindeutig auf einen Trend zu diversifizierteren Ansätzen hin, in einigen Ländern sind As-a-Service-

Varianten sogar weiter verbreitet als On-Premise Modelle.

 

Die beiden größten Bereiche, die beim Thema PKI für Unsicherheit sorgen, sind das IoT (52% der

Befragten) und externe Standards und Richtlinien (49%). Letztere treiben den Einsatz von PKIAnwendungen

ebenfalls zunehmend voran, was von 24% der Befragten bestätigt wurde.

 

IoT: Sicherheit hinkt Wachstum hinterher

Die Verschlüsselung von IoT-Geräten, -Plattformen und -Datenspeichern nimmt zwar zu, liegt aber

insgesamt nur bei 33% – ein Risiko für sensible Daten. Die Befragten sehen verschiedene Gefahren

für die Sicherheit ihrer IoT-Geräte, darunter Funktionsstörungen durch Malware oder andere Angriffe

(68%) und die Fernsteuerung eines Geräts durch einen nicht autorisierten Benutzer (54%). Allerdings

rangieren Kontrollmechanismen zum Schutz vor Malware – wie die sichere Bereitstellung von Patches

und Updates für IoT-Geräte – nur auf Platz 5 der wichtigsten PKI-Funktionen im Zusammenhang mit

dem IoT.

 

Fazit:

„Wir beobachten eine zunehmende Abhängigkeit von PKIs und damit größere Herausforderungen für

interne IT-Abteilungen, ihre Infrastrukturen an neue Bedürfnisse anzupassen – was wiederum

Änderungen bei traditionellen PKI-Bereitstellungsmodellen und -methoden vorantreibt", so John

Grimm, Vice President Strategy for Digital Solutions bei Entrust. „In neueren Bereichen wie dem

Internet of Things versäumen es Unternehmen größtenteils, Sicherheitsmechanismen wie das digitale

Signieren von Firmware zu priorisieren – diese würden aber den dringendsten Bedrohungen wie zum

Beispiel Malware entgegenwirken. Eine weitere Erkenntnis der Studie ist die massive Zunahme

ausgestellter und zu verwaltender Zertifikate. Damit nimmt die Bedeutung einer automatisierten

Zertifikatsverwaltung und flexibler PKI-Bereitstellungsmodelle rasant zu – aber auch die

Notwendigkeit starker Sicherheitsmechanismen zur Schlüsselverwaltung, einschließlich der Nutzung

von Hardware-Sicherheitsmodulen.“

 

Die komplette Studie zum Herunterladen: https://de.ncipher.com/pki-iot-trend-study

 

 

„Globale PKI- und IoT-Trends 2020” – Methodik der Studie

Die Studie „Globale PKI- und IoT-Trends 2020“ erfasst aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen beim

Thema PKI sowie den Einfluss des IoT. Für den Bericht wurden 1.934 IT-Sicherheitsexperten in den folgenden

17 Ländern/Regionen befragt: Australien, Brasilien, Frankreich, Deutschland, Hongkong, Indien, Japan, Mexiko,

Naher Osten (Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate), Niederlande, Russische Föderation,

Südkorea, Südostasien (Indonesien, Malaysia, Philippinen, Thailand und Vietnam), Schweden, Taiwan,

Vereinigtes Königreich und die Vereinigten Staaten.

Die aktuelle Studie ist der fünfte Jahresbericht über globale PKI- und IoT-Trends im Auftrag von nCipher Security,

einem Unternehmen von Entrust. nCipher Security ist ein führender Anbieter von universellen Hardware-

Sicherheitsmodulen (HSM) und unterstützt weltweit Unternehmen dabei, Vertrauen, Integrität und Kontrolle für

ihre geschäftskritischen Informationen und Anwendungen zu schaffen. Weitere Informationen unter

www.ncipher.com/

 

Über Entrust

Mit der Schaffung vertrauenswürdiger Identitäten, Zahlungen und Daten setzt sich Entrust für sichere Transaktionen

in einer sich laufend verändernden Welt ein. Die Ansprüche an nahtlose und hochsichere Anwendungen steigen

stetig – sei es beim Grenzübertritt, beim Einkaufen, bei der Nutzung von E-Government-Diensten oder beim

Einloggen in Unternehmensnetzwerke. Entrust bietet eine einzigartige Bandbreite an Lösungen für die digitale

Sicherheit und die Ausstellung von Berechtigungsnachweisen, welche die Grundlage all dieser Interaktionen

darstellen. Weltweit vertrauen die angesehensten Organisationen und Unternehmen auf 2.500 Mitarbeiter und ein

Netzwerk globaler Partner und Kunden in über 150 Ländern.

Weitere Informationen unter www.entrust.com.

 

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