Schnell erkennen und behandeln / Augenkrankheiten bei der Katze

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Wenn die Katze mit geschwollenen, geröteten oder tränenden Augen, vielleicht sogar müde und schlapp nach Hause kommt und sich in ihr Körbchen schleppt, können viele Ursachen dahinterstecken. Unter anderem auch ernsthafte Erkrankungen, die zur Erblindung oder sogar zum Tode der Samtpfote führen können. Der Besuch beim Tierarzt ist daher unumgänglich, wenn eine Veränderung der Augen festgestellt wird.

Entzündungen der Bindehäute gehören laut Informationen der Uelzener Versicherung, einem der führenden Spezialversicherer für Tiere in Deutschland, zu den häufigsten Erkrankungen der Augen bei Katzen, gefolgt von Verletzungen.

Augenkrankheiten schnell erkennen

Um Spätschäden von Augenerkrankungen vorzubeugen, müssen sie möglichst schnell erkannt und behandelt werden. Wenn die Katze sich zurückzieht, das Licht meidet, die Augen zusammenkneift oder häufig blinzelt sowie sich die Augen reibt, können es Anzeichen für eine Augenerkrankung sein. Katzenhalter sollten ihre Samtpfote genau beobachten und bei möglichen Symptomen den Rat des Tierarztes einholen. Die Gründe einer Augenerkrankung sind vielfältig und nur ein Veterinär kann die Ursache für das Leiden der Samtpfote beurteilen und behandeln. Augenausfluss, Krusten oder andere Sekretspuren um die Augen sowie Schwellungen an Augen oder Gesicht sind ebenfalls Alarmzeichen, die den Besuch beim Tierarzt erfordern.

Bindehautentzündung keine Bagatelle

Häufig ist für eine Bindehautentzündung ein Katzenschnupfenerreger verantwortlich. Diese Erreger können bei Katzen auch auf andere Teile des Auges übergreifen, zum Beispiel auf die Hornhaut. Bei jungen Kätzchen kann es dabei sogar zu einem Verwachsen der Augenlider mit den Bindehäuten kommen.

„Die Entzündung von Augen bei der Katze sollte von Katzenhaltern niemals als Bagatellerkrankung verstanden werden“, sagt Dorothea Spitzer, Tierärztin der Uelzener Versicherung. „Eine Infektion mit Katzenschnupfenerregern kann ganz erhebliche gesundheitliche Folgen nach sich ziehen und sogar lebensbedrohlich sein.“ Katzen können bereits frühzeitig gegen Katzenschnupfen geimpft werden. Das ist bereits ab der 8. Lebenswoche möglich. Kommt ein neues vierbeiniges Mitglied in die Familie, sollte der Gesundheitscheck beim Tierarzt ohnehin auf der Tagesordnung stehen. Katzenhalter können dort auch alle weiteren Fragen, wie zu Impfungen und Prophylaxemaßnahmen, stellen.

Neben dem Katzenschnupfen kommen noch zahlreiche andere Ursachen für Augenentzündungen in Frage, beispielsweise können Bakterien über Verletzungen oder Fremdkörper ins Auge gelangen. Tierärztin Dorothea Spitzer weiter: „Da die Augen direkt über den Kiefern liegen, können auch Verletzungen im Maulbereich die Augen in Mitleidenschaft ziehen. Zudem können Zahnerkrankungen im Oberkiefer, insbesondere eitrige Entzündungen der Zahnwurzel oder des Zahnfachs, auf die Augen übergreifen. Auch deshalb ist es wichtig“, so die Uelzener Tierärztin abschließend, „dass die Zähne regelmäßig untersucht und gereinigt werden“.

Gefahr der Erblindung

Infolge von Entzündungen und Verletzungen kann es zu einem sogenannten Hornhautsequester kommen. Dabei handelt es sich um ein abgestorbenes Hornhautareal, welches wie ein Fremdkörper im Auge des Vierbeiners sitzt. Das ist für die Katze sehr schmerzhaft und muss chirurgisch versorgt werden. Darüber hinaus können sich aber auch verschiedene Allgemeinerkrankungen auf das Auge auswirken: bei älteren Katzen beispielsweise krankhafter Bluthochdruck, der bei Nichtbehandlung im Einzelfall sogar zur Erblindung führen kann.

Fazit: Erkrankungen der Katzenaugen können mehr als eine Bagatelle sein, weil die Ursachen sehr vielfältig sind. Veränderungen am Katzenauge sollten daher immer vom Tierarzt behandelt werden.

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