Que(e)rverbindungen – Die neue Sehnsucht nach Gefügigkeit

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Que(e)rverbindungen

Industrie 4.0, der Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologie in Produktion und Dienstleistung, macht menschliche Arbeitskraft zunehmend überflüssig.
Um das daran noch nicht gewöhnte Individuum zu beschäftigen und ruhig zu halten wird in westlichen Staaten „Anderssein“ staatlich gefördert und finanziert.
Judith Butlers und Theordor W. Adornos Traum von einer Gesellschaft, in der „jeder ohne Angst anders sein darf“ ist Realität geworden. Genderfluide ProfX werden angestellt, um den überzähligen akademischen Nachwuchs zu bespaßen.
Jeder Variante des menschlichen Hauttons wird eine Anti-Hass-Kampagne inklusive Posten und Aufstiegsmöglichkeiten spendiert. Denen, die aus welchen Gründen auch immer in Phasen der Orientierungslosigkeit stecken, werden Operationen an den Geschlechtsteilen als Allheilmittel angedient.
Heraus kommt eine „queere“ Bewegung, der Anderssein zum Selbstzweck geworden ist und die Menschen unterschiedlicher Herkunft und Haltung gegeneinander in Stellung bringt. Die dringend nötige gemeinsame Kritik an gesamtgesellschaftlichen Zuständen kommt nicht mehr zustande.

Wo die Punkbewegung sich gegen Heuchelei, Kommerz, Bürger- und Spießertum stellte, wo die erste und zweite Welle der Frauenbewegung gegen jede Autorität, Unterdrückung und Herrschaft kämpfte, befasst sich die Queerbewegung – eine Melange aus Intersektionalismus, Kulturrelativismus und Poststrukturalismus – mit Punktvergabe an Identitäten. Der Wettbewerb um das Opfer, das die meisten Diskriminierungen zu bieten hat, ist zum Rassismus der niedrigen Erwartungen mutiert. Dunkelhäutige Menschen sollen allein aufgrund ihrer Hautfarbe das Recht haben, immer und überall “zu sprechen“.
Natürlich ist es an sich schon rassistisch, Menschen anhand der Hautfarbe zu kategorisieren. Die Queerbewegung überbieten dies jedoch, indem sie Ideologien bei dunkelhäutigen Menschen duldet, die sie hellhäutigen Menschen zu Recht niemals zugestehen würde. Zu all dem gesellt sich die Wiederentdeckung von Religion als Alternative zu Emanzipation und Befreiung.
Gerade die Frauenrechtsbewegung, die jede Mitstreiterin gebrauchen kann, hat dadurch einen Schlag erlitten, von dem sie sich vermutlich nicht so schnell erholen wird, wenn überhaupt.

Und wie sieht das in der Praxis aus?

Que(e)verbindungen – Die neue Sehnsucht nach Gefügigkeit
ist die zweite Drucksache des Blogs FrauenStandPUNKT, auf dem Juliane Beer, Autorin und Birgit Gärtner, Journalistin über antiemanzipatorische Bestrebungen berichten.
Das Buch versammelt Beispiele des „queeren“ Rückschritts aus den vergangenen Jahren. Themen sind u.a.
-Frauenbewegungen in Westeuropa und Deutschland
-Das Demobündnis #unteilbar und seine fragwürdigen Partnerschaften
-Muslimischstämmige Frauenrechtlerinnen ohne Beistand des Westens
-Queerfeministinnen und Islamismus
-Die Rolle der Linken
-Transsexualität/Transmisogynie
-Prostitution als angebliche Arbeit wie jede andere

Veröffentlicht von:

Juliane Beer

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