Weltweit hungern Millionen Schulkinder extreme Kinderarmut steigt / Kinderhilfsorganisationen fordern Hilfe für Kinder in Corona-Krise

(Mynewsdesk) Berlin, 6. Mai 2020. Für arme und benachteiligte Kinder bedeutet die Corona-Krise Hunger, steigende Armut und zunehmende Gewalt. Deshalb fordern die Kinderhilfsorganisationen ChildFund, Plan International, Save the Children, SOS-Kinderdörfer weltweit, terre des hommes und World Vision, dass die internationale Staatengemeinschaft dringend die Belange der ärmsten Kinder in den am wenigsten entwickelten Ländern, in Konflikt- und Krisengebieten, in Flüchtlingslagern, auf der Straße oder von Kindern ohne elterliche Fürsorge berücksichtigen muss.

Zurzeit können weltweit 1,3 Milliarden Schülerinnen und Schüler in Folge der Maßnahmen gegen das Virus keine Schule besuchen. Für die ärmsten Kinder fallen deshalb Schulspeisungen weg, für viele die wichtigste und oft einzige Mahlzeit des Tages. Laut Angaben des Welternährungsprogramms sind davon im Moment mindestens 365 Millionen Kinder betroffen. Bereits vor der Corona-Krise konnten weltweit 263 Millionen Kinder zwischen sechs und 17 Jahren nicht zur Schule gehen. Die Kinderhilfsorganisationen fürchten, dass diese Zahl deutlich steigen wird: Da weltweit Millionen Familien ihr Einkommen verlieren, werden viele Mädchen und Jungen nicht mehr in die Schule zurückkehren, weil sie arbeiten und zum Familieneinkommen beitragen müssen.

Auch zeichnet sich ab, dass durch die Folgen der Pandemie die extreme Kinderarmut massiv zunehmen wird. Laut UN-Angaben könnten durch die Auswirkungen der jetzigen Krise bis zu 66 Millionen Kinder in diesem Jahr in extreme Armut geraten – zusätzlich zu den vielen Millionen Kindern, die bereits heute in großer Armut leben.

Die sechs Kinderhilfsorganisationen appellieren deshalb dringend an die Bundesregierung, zusätzliche Mittel für Entwicklungs- und Nothilfe zur Verfügung zu stellen. Damit sollten akut und langfristig besonders die Ernährung, Gesundheit und Bildungschancen der ärmsten Kinder sichergestellt und dem Schutz vor Gewalt Vorrang eingeräumt werden.

Die sechs Kinderhilfsorganisationen ChildFund, Plan International, Save the Children,
SOS-Kinderdörfer weltweit, terre des hommes und World Vision setzen sich weltweit in der Initiative „Joining Forces“ dafür ein, dass die Rechte von Kindern verwirklicht werden.

Interviews und Nachfragen:

Child Fund: Antje Becker, becker@childfund.de, 0177 773 7713

Plan International: Claudia Ulferts, presse@plan.de, 0162 6230353

Save the Children Deutschland: Susanne Sawadogo, susanne.sawadogo@savethechildren.de, 030 27 59 59 79 120

SOS-Kinderdörfer weltweit: Boris Breyer, Boris.Breyer@sos-kd.org, 0160 98472345

terre des hommes: Barbara Küppers, b.kueppers@tdh.de, 0171 5724361

World Vision: Iris Manner, iris.manner@wveu.org, 0172 916 0878

Mit einem Beitrag zum SOS-Corona-Solidaritätsfonds können Sie helfen: langfristig, um für Kinder, Jugendliche und Familien, die direkt von den Folgen der Pandemie betroffen sind, Zukunftsperspektiven zu sichern.

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Die SOS-Kinderdörfer weltweit sind eine unabhängige soziale Organisation, die 1949 von Hermann Gmeiner ins Leben gerufen wurde. Seine Idee: Jedes verlassene, Not leidende Kind sollte wieder eine Mutter, Geschwister, ein Haus und ein Dorf haben, in dem es wie andere Kinder in Geborgenheit heranwachsen kann. Aus diesen vier Prinzipien ist eine weltweite Organisation entstanden, die sich hauptsächlich über private Spenden finanziert. Heute ist die Organisation mit 518 Kinderdörfern und mehr als 1.600 SOS-Zusatzeinrichtungen wie Kindergärten, Schulen, Jugendeinrichtungen, Ausbildungs- und Sozialzentren, Krankenstationen, Nothilfeprojekte und der SOS-Familienhilfe in 133 Ländern aktiv. Weltweit kommt die Hilfe der SOS-Kinderdörfer rund 2,3 Millionen Kindern und deren Angehörigen zugute.

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