Inflation und Immobilien

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Was bedeutet denn überhaupt Inflation, im Grunde heißt es dass Ihr Geld seine bisherige Kaufkraft verliert und seinen Wert einbüßt. Das passiert dann wenn Geld vermehrt in Umlauf gebracht wird wie schon bei der Finanzkrise 2008, jetzt während der Corona Krise und dem Ukraine Konflikt wiederholt es sich. Die Notenbanken drucken neues Geld, dieses führt zu einer Wertminderung des bestehenden Geldes und dies unabhängig von seiner Form ob Bargeld oder Bankkonto. In Zahlen sieht man es besser, die derzeitige Inflation in Deutschland, März 7,3% im Vormonat waren es noch 5,1 %. Also wirkt sich eine Inflation hauptsächlich auf die Geldwerte aus. Doch wie sieht es mit Immobilien beziehungsweise Sachwerten aus, wie verhält sich die Inflation da? Grundsätzlich stellen sowohl Aktien als auch Immobilien Sachwerte dar. Eigentlich ging man davon aus, dass Aktien immer Schutz vor einer Inflation bieten leider ist der Aktienmarkt derzeit aber zu großen Schwankungen ausgesetzt, das eine Anlage in Wertpapiere / Aktien eher immer spekulativ ist.

Hier haben wir bei Immobilien immer verschiedene Verlierer, so kann eine steigende Inflationsrate mit steigenden Mieten einhergehen. Die meisten Kapitalanleger schwenken eher auf Renditeimmobilien um, so machen Sie sich unabhängig von der Inflation. Die meisten Immobilieninvestoren haben dennoch langfristig einen deutlichen Wertzuwachs, dennoch gibt es hier sowohl Gewinner als auch Verlieren. Manche Immobilien steigen andere fallen. Was ist das Geheimnis dahinter? Hier trifft wieder das alte Sprichwort, die Nachfrage bestimmt den Preis. Knappe Güter derzeit sind Gold, Öl, Strom und Immobilien. Die Knappheit der Ressourcen führt zu der Erhöhung der Preise, andere Güter die unendlich zur Verfügung stehen sind deswegen preislich geringer. Das heißt, eine größer gewordene Menge an Geld verteilt sich auf dieselbe Menge an Gütern. Die daraus folgende Konsequenz sind die steigenden Werte von Gütern, Immobilien und auch meist Aktien.

Durch die Corona Krise wurde die Welt schon Anfang 2020 in eine Krise gestürzt, wer in Geldwerte investiert hatte muss nun warten und oftmals einen großen Verlust hinnehmen. Die Immobilienbesitzer können nochmal aufatmen, auf dem Immobilienmarkt war schon Mitte 2020 wieder eine hohe Nachfrage an Renditeimmobilien vorhanden, teilweise sind die Preise gestiegen. Viele denken dass es längerfristig zu einer Erholung auf dem Immobilienmarkt kommt, und eine Steigerung des Preisniveaus mit einhergeht.

Oft sagt man Schulden sollte man nicht machen, aber es gibt nicht nur schlechte Schulden sondern auch welche den Sinn machen. Kauft man beispielsweise ein Renditeobjekt und nimmt sich dafür einen Kredit um diese zu erwerben und zahlen Ihre Mieter ihren Kredit ab sind es gute Schulden.

Ist es für einen Immobilienkredit gut das es zu einer Inflation kommt und was passiert mit dem Kredit in dieser Zeit? Wie oben schon erwähnt, steigen in der Inflation die Preise, was sich definitiv auf die Zinsen für neue Kredite auswirkt. Haben sie aber schon einen Vertrag mit Zinsbindung abgeschlossen, gilt diese Zinsbindung und sie haben nichts zu befürchten. Aber läuft die Zinsbindung aus, könnte es zu einer enormen Zinssteigerung kommen und Ihr Kredit wird meist wesentlich teurer. Für viele Mieter kann diese Inflation der Ruin bedeuten, die Vermieter sind berechtigt höhere Mieten zu verlangen. So verteilen die Vermieter die Mehrkosten des Kredits auf die Mieter. Dies ist ein großer Vorteil von fremdfinanzierten Immobilien während dieser Inflation. Die erzielbare Mieteinnahme ist deutlich höher, so kann der bestehende Kredit schneller abbezahlt werden. Sondertilgungen eingeschlossen. Die Frage die sich hier allerdings stellt, ist es noch menschlich. Lange und gute Mieter damit in finanzielle Schwierigkeiten zu bringen.

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