Der Leuchtturm unter den fib-Projekten des bbw

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HLaN bringt Digital Health-Anwendungen in die GesundheitsversorgungEs gilt als Leuchtturm des Smart Service Welt II Förderprogramms des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWi): das HLaN-Projekt des fib Forschungsinstituts der bbw Hochschule mit einem Fördervolumen von rund 3 Millionen Euro.
So heißt es im Forschungsbericht der bbw Hochschule, der alle zwei Jahre zum aktuellen Geschehen informiert und für das Jahr 2020/2021 kürzlich erschienen ist.
HLaN steht für Health Reality Lab Network und war im April 2018 mit dem Ziel an den Start gegangen, ein bundesweites Netzwerk zu schaffen, das innovativen Digital Health-Unternehmen den Aufbau nachhaltiger Geschäftsmodelle ermöglicht und diese für die Gesundheitsversorgung nutzbar macht.

Diese Zielvorgabe wurde mehr als erreicht, denn bereits in den vergangenen vier Jahren der Förderphase ist ein Netzwerk von 103 Herstellern digitaler Gesundheitsanwendungen, sieben Krankenkassen und zehn Arbeitgebern entstanden, das nun seit März dieses Jahres im neu gegründeten HLaN e.V. zusammenarbeitet.

"HLaN befindet sich seit Gründung des e.V. in der so genannten Verwertungsphase, in der die Verstetigung, der weitere Ausbau und die Verarbeitung der Projektergebnisse auch auf der
EU-Ebene im Mittelpunkt stehen", erklärt Prof. Dr.-Ing. Thomas P. Zahn in seiner Funktion als Projektverantwortlicher und Leiter des fib Forschungsinstituts.
Thomas P. Zahn, der seit 2020 außerdem als Prorektor für Forschung an der bbw Hochschule tätig ist, sieht das Bildungswerk der Wirtschaft in Berlin und Brandenburg e.V. als Vorreiter auf dem Gebiet der Digitalisierung im Gesundheitswesen.

Da das deutsche Gesundheitswesen sehr komplex aufgebaut ist, sei der Einsatz digitaler Technologien bisher noch schwach ausgeprägt, was Start-ups, die innovative digitale Lösungen entwickeln, vor große Hürden stelle.
HLaN könne ihnen durch sein Netzwerk aus innovativen Krankenkassen, Arbeitgebern und Evaluationspartnern helfen, diese schneller zu überwinden: "Denn in unserem bundesweiten HLaN-Reallabor ermöglichen wir es eHealth Start-ups, ihre Produkte unter echten Bedingungen der Versorgungspraxis zu testen und wissenschaftlich zu evaluieren.
Dadurch werden die Voraussetzungen für dauerhafte Versorgungsverträge mit Krankenkassen und Arbeitgebern sowie für einen breitenwirksameren Zugang zum ersten Gesundheitsmarkt und zu den relevanten Unternehmen geschaffen", erläutert der HLaN-Projektleiter.
Die Infrastruktur von HLaN ermöglicht die patientengesteuerte Übertragung von Daten, die beispielsweise in Apps selbst erfasst worden sind, an andere Netzteilnehmer wie elektronische Patientenakten. Dort lassen sich diese mit weiteren Daten kombinieren und von Ärzten für die Versorgung nutzen. Zudem können sich HLaN-Nutzer:innen an Akzeptanzstudien beteiligen und dabei Feedback zu neu entwickelten Produkten geben und Einblick in aktuelle Studienergebnisse erhalten.
"Während des gesamten Prozesses sind der Datenschutz und die volle Datenkontrolle durch den ‘Sender’ für uns von oberster Priorität. Deshalb kann der Nutzer über sein mobiles Endgerät Berechtigungen für die Verwendung seiner Daten selbstständig erteilen und auch wieder entziehen", so Professor Zahn. Zur Präsentation der Forschungsinhalte und -ergebnisse wurde am bbw Standort im Berliner Haus der Wirtschaft eigens ein spezieller Raum für das HLaN-Projekt eingerichtet.
Doch neben HLaN als Spitzenreiter, ist die bbw Hochschule noch mit vielen anderen Vorzeige-projekten auf Erfolgskurs. Da ist zum Beispiel MUT, ein weiteres Forschungsvorhaben aus dem Gesundheitsbereich, zur Umsetzung der Telemedizinischen Betreuung von Pflegebedürftigen durch ambulante Ärzte im ländlichen Raum. Oder ImmoPredict zur Entwicklung eines automatisierten Bewertungsmodells (Automated Valuation Model) für Mehrfamilienhäuser in Berlin.

Im Berichtszeitraum 2020/2021 gelang es der bbw Hochschule, alle Auflagen des Wissenschaftsrates zu erfüllen, den Umfang ihrer eingeworbenen Drittmittel zu verdoppeln und ihren Platz in der Forschungslandschaft der Hauptstadtregion weiter zu festigen und erstmals auch auf EU-Ebene aktiv zu werden.
Dabei sind die Forschungsaktivitäten sehr breit aufgestellt und reichen von der Digitalisierung über Gründersupport und E-Health bis hin zur Künstlichen Intelligenz und verbinden Wissenschaft und Wirtschaft beispielhaft.

"Die sich zunehmend differenzierende Forschungslandschaft an der bbw Hochschule bietet eine Plattform, die junge Wissenschaftler und Gründer nicht nur mit etablierten Unternehmen zusammen-führt", so Thomas P. Zahn.
Darüber hinaus unterstütze sie sie aktiv dabei, relevante Forschungsfragen zu entwickeln, Förder-mittel einzuwerben und die Forschungsergebnisse in nachhaltige Geschäftsmodelle, aber auch in Aus- und Weiterbildung zu überführen.
"Darin sehe ich einen ganz wesentlichen Beitrag zur Stärkung des Wirtschaftsstandortes Berlin-Brandenburg, den wir 2022/2023 noch weiter ausbauen werden."

Weiterführende Links:

https://www.bbw-hochschule.de/forschung/fib-forschungsinstitut.html

https://hlan.network/

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