Aufschwung und Transformation brauchen Investition

Dr. Thomas Kranzler, Geschäftsführer der Syspro-Gruppe Betonbauteile beschreibt die wirtschaftlichen und klimapolitischen Aufgaben für das Jahr 2024.

Deutschlands derzeitige Baukrise ist das Ergebnis einer dramatisch gesunkenen Investitionstätigkeit. Alle Umsatzkennzahlen der Branche waren im Jahr 2023 rückläufig und für dieses Jahr ist nach aktuellem Stand bestenfalls eine konjunkturelle Stagnation zu erwarten: Kurzarbeit oder temporäre Produktionsstopps können deshalb auch in den Unternehmen der Syspro für 2024 nicht ausgeschlossen werden. Erst für 2025 rechnen Experten mit wirtschaftlichem Wachstum in der Baubranche. Das Paradoxe daran: Die Notwendigkeit zum Bau von bezahlbarem Wohnraum und leistungsfähiger Infrastruktur wird weiterhin gewaltig bleiben.

Der einzige Ausweg, um die konjunkturelle Durststrecke merklich zu verkürzen, besteht in Investitionen der öffentlichen Hand. Wer den Zustand von Deutschlands Schulen oder Verwaltungsgebäuden kennt, weiß wie groß der Bedarf ist. Gleiches gilt für Infrastruktur, Bahnnetze oder Wasserstraßen. Hier ist kraftvolles politisches Handeln gefragt. Verstärkte Investitionen und verlässliche Förderbedingungen helfen, den Markt trotz dramatisch gestiegener Baupreise zu stützen. Eine Aussetzung der Grunderwerbssteuer und geeignete Förderprogramme für den Wohnungsbau sind entscheidend notwendige Maßnahmen dafür.

Mit smarter Technik

Es braucht aber auch den Einsatz geeigneter Technologien, um konjunkturellen Schwung auf dem Bausektor zu initiieren: Kürzere Bauzeiten, niedrigere Kosten, geringerer Planungsaufwand und digital optimierte Prozesse müssen eine Bauoffensive im notwendigen Umfang begleiten. Serielles Bauen mit industriell vorgefertigten Bauteilen ist dafür prädestiniert Bauverfahren und Abläufe zu beschleunigen. Die Betonfertigteile unserer Mitglieder sind daher optimale Bauteile, um solch einen Konjunktursprint effektiv anzustoßen.

Ohne Beton geht´s nicht

Darüber hinaus kann eine Bauoffensive in Deutschland bezahlbaren Wohnraum nur dann schaffen, wenn auch die Infrastruktur mitgedacht und mitgebaut wird.
Produkte aus Beton schaffen dafür sichere Konstruktionen, verlässliche Verfahren und exakt kalkulierbare Ressourcen: Mit Beton und Betonfertigteilen können nicht nur Wohnungen effizient gebaut werden – der Bau von Brücken, Tunneln, Straßen, Schulen oder Industriehallen ist in den allermeisten Fällen ohne diese Baustoffe schlicht unmöglich.

Auch Transformation muss sich rechnen

Weil uns die Herausforderungen der klimafreundlichen Transformation im Gebäudesektor beschäftigen, muss vor allem beim Zement daran gearbeitet werden, dass er klimafreundlicher wird.

Natürlich beschäftigt dieses Megathema auch die Forschungs- und Entwicklungsabteilungen in den Unternehmen unserer Gruppe. An der Rezeptur von CO2-reduziertem Beton, der Entwicklung von Recyclingbeton und CO2-mindernden Zusatzstoffen wird allerorts mit Hochdruck gearbeitet. Noch sind viele der neu entwickelten Baustoffe wirtschaftlich nicht konkurrenzfähig – aber der Durchbruch zur bezahlbaren, klimafreundlichen Zauberformel wird kommen. Vielleicht werden wir uns bereits 2024 diesem Ziel bedeutend nähern. Das Bewusstsein für die Notwendigkeit der Transformationen für ein besseres Klima haben wir schon längst. Jetzt müssen wir gemeinsam investieren, um sie auch umzusetzen zu können und darauf hoffen, dass baurechtliche Hemmnisse (normative und bauaufsichtliche), für den Einsatz von klimafreundlicheren Baustoffen zügig abgebaut werden.

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