Sicht und Licht: So kommen Sie sicher durch die dunkle Jahreszeit

ATU informiert über die Sicherheitsrelevanz funktionierender Fahrzeugbeleuchtung in den dunklen Monaten

Weiden in der Oberpfalz, 21. Oktober 2021. Wer kennt es nicht: Die Scheinwerfer des entgegenkommenden Autos sind viel zu hoch eingestellt und man greift beherzt zur Lichthupe, um auf die Blendung aufmerksam zu machen. Wenn die Beleuchtung bei Dunkelheit, Regen oder Nebel falsch eingestellt ist, leidet die Sicherheit aller Beteiligten – und es drohen sogar Strafen.

Nach Erfahrungen von ATU hat nahezu jedes zweite Auto einen Mangel an der Beleuchtung. Das kann fatale Folgen haben, da gut eingestellte Scheinwerfer sowohl für die Sicht des Fahrers als auch für die eigene Sichtbarkeit elementar sind. Funktionstüchtige und richtig eingestellte Scheinwerfer sind daher einer der wichtigsten Sicherheitsfaktoren am Auto. ATU-Experte Franz Eiber erklärt, welche Einstellungen beachtet werden müssen und wie die Prüfung beim Licht-Check abläuft.

Die Leuchtweitenregulierung – der unbekannte Knopf im Cockpit?
„Die Leuchtweitenregulierung wird von vielen Autofahrern gar nicht oder falsch benutzt“, erklärt Eiber. Mit dem Drehregler, der meist links neben dem Lenkrad liegt, kann man die Leuchtweite bei Halogenscheinwerfern einstellen. Je nachdem, wie schwer das Auto beladen ist, muss die Einstellung angepasst werden: „Bei ein oder zwei Personen im Auto sollte der Regler auf Stellung 0 sein, bei beladenem Kofferraum oder weiteren Mitfahrern ist eine mittlere Einstellung zu wählen. Ist das Fahrzeug voll beladen, sollte der höchste Wert eingestellt werden. Bei falscher Einstellung wird entweder der Gegenverkehr geblendet oder nur der Boden direkt vor dem Auto angestrahlt.“ Moderne Fahrzeuge mit Xenon- oder LED-Scheinwerfern verfügen über eine automatische Leuchtweitenregulierung und bedürfen keiner Einstellung durch den Fahrer.

Die Nebelschlussleuchte – der Name verpflichtet!
Bei der Nebelschlussleuchte ist der Name Programm – sie darf wirklich nur bei Nebel eingeschaltet werden, wenn die Sicht weniger als 50 Meter beträgt. Da Nebelschlussleuchten 40-mal so stark strahlen wie die gewöhnlichen Schlusslichter, dürfen sie keinesfalls bei Regen, leichtem Schnee oder Dunst eingesetzt werden – sie würden nachfolgende Fahrer erheblich blenden. „Zur Einschätzung der Sichtverhältnisse können die reflektierenden Begrenzungspfosten an den Straßen dienen: Sie sind im Abstand von 50 Metern aufgestellt“, informiert der Experte.

Beschlagene Scheiben verhindern
Zu Blendeffekten kommt es auch durch beschlagene Autoscheiben. Sind diese gut gereinigt, laufen sie auch nicht so schnell an. Das Einschalten der Klimaanlage ist empfehlenswert, um schnell wieder klare Sicht zu bekommen. Wenn sich trotz laufender Klimaanlage die Feuchtigkeit kaum reduziert, ist es Zeit für eine Klimawartung in der Werkstatt. Hilfreich ist auch, die Wasserabläufe unter der Motorhaube von feuchten Laubresten zu befreien, die Fußmatten zu trocknen und keine nassen Sachen im Wagen zu deponieren. Wem das zu umständlich erscheint, der kann auch auf spezielle Luftentfeuchter von ATU zurückgreifen.

Scheinwerfer richtig einstellen: der jährliche Lichtcheck
Wichtig ist, die Beleuchtung regelmäßig auf Schäden und Funktion zu prüfen. „Ob alle Lampen leuchten, kann man vor Fahrtantritt gut selbst an einer Hauswand testen, und defekte Lampen dann in einer Werkstatt austauschen lassen“, empfiehlt Eiber. Wer ganz sicher gehen will, kann einen Licht-Check in einer Kfz-Werkstatt durchführen lassen. Dabei werden sämtliche Lichter kontrolliert und die Einstellungen überprüft. Der Lichtcheck bei ATU umfasst Fern- und Abblendlicht, Nebel-, Begrenzungs- und Parkleuchten, Bremslichter, Schlusslichter und Nebelschlussleuchte, aber auch Fahrtrichtungsanzeiger und Warnblinkanlage.

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