Untersuchung zeigt: Rund 35 Prozent der E-Scooterfahrer nutzen Roller für die erste und letzte Meile

Zur Evaluation des Zusammenspiels zwischen E-Scootern und öffentlichem Nahverkehr hat der bayerische Thinktank Bayern Innovativ eine Untersuchung anhand der elektrischen Tretroller des schwedischen Verleihers Voi in der Metropolregion Nürnberg durchgeführt. Die Ergebnisse wurden in einem Whitepaper zusammengefasst und zeigen, dass bis zu 35 Prozent der ausgewerteten E-Scooterfahrten an Bus- und Bahnhaltestellen enden.

Berlin, am 21. August 2020: Einer der großen Vorzüge von E-Scootern ist, dass sie Autofahrten ersetzen können und dadurch das Verkehrsaufkommen im Stadtbereich reduzieren. Allerdings tun sie das nicht alleine, sondern in Verbindung mit den öffentlichen Nahverkehrsangeboten – als Transportmittel für die “erste und letzte Meile” von der Haltestelle zum Zielort. Um zu ermitteln, wie groß dieses Potenzial tatsächlich ist, hat der bayerische Thinktank Bayern Innovativ GmbH eine Untersuchung durchgeführt, bei der das Nutzerverhalten von E-Scootern des Verleihanbieters Voi im Großraum Nürnberg beobachtet wurde.

Als Untersuchungsgebiet wurden U-Bahnhöfe in Fürth und ein Businesspark im Südwesten von Nürnberg ausgewählt. Die Auswertung zeigt, dass 25 bis 30 Prozent aller Fahrten, die auf Voi E-Scootern in Fürth unternommen werden, im direkten Umfeld der ausgewählten U-Bahnhöfe enden. Umgekehrt konnte gezeigt werden, dass 30 bis 35 Prozent aller Fahrten, die am Südwestpark beginnen, eine Station des öffentlichen Nahverkehrs als Ziel haben.

“Wir freuen uns sehr, dass die Verzahnung unserer E-Scooter mit dem öffentlichen Nahverkehr so gut funktioniert und sind stolz darauf, einen Beitrag zur Verkehrswende in Bayern liefern zu können”, erklärt Claus Unterkircher, Vois General Manager für den DACH-Raum. “Deshalb arbeiten wir zusammen mit vielen Partnern daran, die Intermodalität weiter zu steigern und mehr Bürger dazu zu bringen, ihren PKW stehen zu lassen – oder sogar abzuschaffen.

“Das Verkehrsaufkommen erreicht in vielen bayerischen Städten zunehmend den Belastungspunkt und steigende Schadstoff- und Lärmemissionen verlangen nach einer langfristigen Lösung. Mikromobilität in Form von E-Scootern bietet eine interessante Alternative zum klassischen motorisierten privaten Individualverkehr, gerade in Kombination mit dem ÖPNV”, erklärt Jennifer Reinz-Zettler, Leiterin des Fachbereichs Mobilität bei der Bayern Innovativ GmbH.

 

Über Voi Technology AB
Voi ist ein umweltfreundliches Mobilitätsunternehmen aus Schweden, das in Zusammenarbeit mit Städten E-Tretroller Sharing-Systeme nach Europa bringt. Seit der Gründung im Mai 2018 in Stockholm ist Voi schnell zum größten europäischen Sharing-Anbieter für E-Tretroller herangewachsen. Sie sind davon überzeugt, dass E-Scooter die Mobilität in Städten nachhaltig und ökologisch verändern können. Ebenso werden E-Scooter den öffentlichen Nahverkehr stärken. Voi möchte erreichen, dass die Städte autofrei werden und die Menschen die Stadt wieder als echten Lebensraum entdecken und nicht nur als Verkehrsraum erleben. Voi hat als einziger Anbieter ein Vielfahrerprogramm mit bis zu 40 Prozent Rabatt und die virtuelle Verkehrssicherheitsschule RideLikeVoila. Derzeit ist Voi in 40 Städten und 10 Ländern in Europa präsent und konnte bereits weit über 20 Millionen Fahrten verzeichnen.

Über Bayern Innovativ GmbH
Als neutrale Einrichtung des Freistaats Bayern treibt die Bayern Innovativ GmbH den Innovationsprozess voran und stärkt damit den Wirtschaftsstandort Bayern. Die Vision des Thinktanks ist ein Bayern, in dem jede tragfähige Idee und Technologie zur Innovation wird. Zielgruppe sind alle Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung und Politik. Mit modernsten Methoden und weitreichender Erfahrung managt, vernetzt, und treibt die Einrichtung Innovationsprojekte unterschiedlicher Natur.

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