Bio-Waffen für die Bundeswehr

Man kann zum Thema Aufrüstung stehen, wie man will. Für eine wirksame Landesverteidigung benötigt das Militär recht wirksame Mittel. Selbstverständlich gibt es nun zahlreiche Möglichkeiten einen Feind abzuschrecken. Leider mussten wir in den letzten Jahren aber feststellen, die ständige Veröffentlichung von Fotos einzelner Politiker verfehlte die abschreckende Wirkung total. So Siggi Plischtplatsch, Oberstleutnant der Reserve, gegenüber der Presse.
Es war eine echte Herausforderung. Zuerst dachte man an eine Aufstockung herkömmlicher Waffensysteme, doch die im Land um sich greifende Humanitätshysterie machte der BW einen Strich durch die Rechnung, zumal die perfekte Verteidigungsministerin vor einiger Zeit ihre Koffer gepackt hatte, um andere Aufgaben wahrzunehmen. Hitzige Debatten folgten, einige Fachleute wollten mehr Diplomatie, andere Experten sprachen von Modernisierung und es gab auch Stimmen, die auf eine Zerstörung der Umwelt durch den Einsatz von Kriegswaffen aufmerksam machten. So kamen vollkommen neue Überlegungen zur Landesverteidigung ins Spiel!
Explosivwaffen schieden demnach aus. Chemie? Tatsächlich extrem wirksam, doch gleichzeitig so furchtbar, dass selbst hart gesottene Militärs spontan nein sagten. Bio-Waffen? Es schien eine Option zu sein, bis man Corona gedachte, schon stand fest, eine Verbreitung von krank machenden Viren wäre entsetzlich falsch und unkontrollierbar.
Perfekt wäre eine Waffe, die den Gegner überaus wirksam zur sofortigen Flucht veranlasst, jegliche Aggression sofort unterbindet, leicht anwendbar ist, preiswert in der Herstellung und obendrein keinerlei Schäden anrichtet. Weder in der Natur noch an Gebäuden oder Lebewesen jeglicher Art.
Anfangs schien es eine unlösbare Aufgabe zu sein. Die Wissenschaftler verzweifelten schier an dieser Aufgabe. Doch dann kam die Lösung: der Neffe eines befreundeten schwedischen Offiziers, davon der Klassenkamerad dessen Freundin über ihren Onkel vom Skatbruder der Nachbarn, also eigentlich der Nils Holgersson, bisher unbekannt, wusste was zu tun ist.
Surströmming war das Zauberwort. Jener durch Milchsäurebakterien verkommene fermentierte Hering, dessen Geruch so extrem ist, dass in schwedischen Mietverträgen der Genuss im Haus verboten ist. Selbst im Freien eine Offenbarung. In der norwegischen Landesverteidigung gab es das bereits als Fiskerballer, zu Kugeln geformte Geschosse mit entsetzlich starker Wirkung.
Erste Feldversuche mit Surströmming gefüllter Granaten ergaben eine wundersam abschreckende Wirkung. Noch Wochen später mieden sogar Rehe, Wildschweine und alle anderen Waldtiere das beschossene Gebiet.
Leider waren einige Opfer des Versuchs zu beklagen. Durch unvorsichtiges Verhalten kontaminierten ein paar Soldaten sich mit der Flüssigkeit. Mehrfaches Duschen, unter anderem unter Einsatz stark parfümierter Seife, erbrachten keine Besserung. Sie rochen wie eine niemals gereinigte Fischfabrik, weshalb etliche Scheidungen die traurige Konsequenz waren. Allerdings betrachtete die Bundeswehr das als Berufsunfall und kam für die Scheidungskosten auf. Zu groß war der Erfolg dieser neuen Bio-Waffe, als das man dafür seine Soldaten im Stich ließ.
Seit dieser Zeit weiß auch ich: Waffen sind etwas ganz, ganz Furchtbares!

Veröffentlicht von:

Ulli Zauner

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