Lesen im Lockdown

Genf. Restaurants und Cafés sind geschlossen, im Fernsehen laufen nur deprimierende Nachrichten, also muss zur Ablenkung ein spannender Thriller her. In dem ersten Roman der Geneva Girl Trilogie geht es um Schwarzgeld, Terrorgefahr und den Mord an einem Escort-Girl. Während die Vereinten Nationen zum Ziel eines Anschlagplans islamistischer Terrorristen werden, gerät eine deutsche Politikstudentin in tödliche Gefahr.

Die Idee zu dem Auftaktroman »Geneva Girl – Todesursache unbekannt« lieferte der nie aufgeklärte Tod des ehemaligen Ministerpräsidenten von Schleswig-Holstein Uwe Barschel im Genfer Hotel Beau-Rivage. Nur einen Tag bevor er wegen der sogenannten Waterkant Affäre vor den Kieler Untersuchungsausschuss treten sollte, wird Uwe Barschel am 11. Oktober 1987 von einem Reporter des Magazins Stern in der Badewanne seines Hotelzimmers tot aufgefunden. Fest steht, dass sich in dem Magen des CDU-Politikers ein Cocktail verschiedenster Barbiturate befand. Doch um die genauen Umstände seines Todes ranken sich noch weit mehr Verschwörungstheorien als um das Corona-Virus. Während die offiziellen Stellen von einem Selbstmord ausgehen, beharrt seine Ehefrau Freya Barschel darauf, dass ihr Mann ermordet worden sei.

Verschiedene Quellen sprechen davon, dass Uwe Barschel an nicht immer legalen Rüstungsgeschäften beteiligt gewesen sein soll. Wusste er zu viel und man wollte ihn deshalb zum Schweigen bringen? Victor Ostrovsky, ein ehemaliger Agent des israelischen Geheimdienstes, schreibt in seinem Buch »Geheimakte Mossad«, dass Barschel in Waffengeschäfte mit dem Iran involviert gewesen sein soll. Er schreibt weiter, Barschel habe dabei in Verbindungen zu dem Sohn des Ajatollahs Chomeini gestanden. Der südafrikanische Waffenhändler Dirk Stoffberg dagegen behauptete 1984, dass Barschel den amerikanischen Verteidigungsminister Robert Gates in Genf treffen wollte. Dabei ging es angeblich um Barschels Drohung, geheime Waffengeschäfte der USA öffentlich zu machen. War es also die CIA? Bevor Stoffberg seine Aussage beeiden konnte, beging er Selbstmord. Ein Lufthansa-Pilot, der zunächst bestätigt hatte, dass Robert Gates an Bord seiner Maschine nach Genf gewesen war, verweigert mittlerweile jede Aussage zu diesem Thema.

Genf – die Stadt der Diplomaten, Bankiers und Geheimdienste

Eine weitere Mordtheorie bringt den BND-Agenten Werner Mauss ins Spiel, der vom 10. bis 11. Oktober 1987 ebenfalls ein Zimmer im Hotel Beau-Rivage reserviert hatte und der nach eigenen Angaben aufgrund von Verhandlungen zu einer Geiselnahme im Libanon in Genf war. Da Barschel regelmäßig in die damalige DDR gereist war, taucht last but not least auch das Ministerium für Staatssicherheit immer wieder in der Berichterstattung zu Barschels rätselhaften Tod auf.

Ebenso spannend wie die Barschel-Affäre liest sich der Genf Thriller der Hamburger Autorin K.S. Wagner. Im Mittelpunkt steht hier die Politikstudentin Jana Hentze, die an Angststörungen und Klaustrophobie leidet. Als sie während ihres Praktikums bei den Vereinten Nationen zufällig auf eine Datei mit Beweisen zum internationalen Waffenhandel während der Apartheid in Südafrika stößt, werden von nun an all ihre Schritte überwacht. Doch nicht nur der amerikanische Geheimdienst CIA hat sie auf seinem Radar, auch in ihrem privaten Umfeld ist nicht alles so wie es scheint. Zur gleichen Zeit lernt der Bankier René Schwan auf dem Genfer Autosalon den schwerreichen Sohn der saudischen Herrscherfamilie kennen und kann ihn als Klienten für die Privatbank Bartoldi gewinnen. Was sich zunächst nach einem segensreichen Deal für das kriselnde Bankengeschäft anhört, entwickelt sich jedoch zu einem wahren Albtraum. Eine Prostituierte wird ermordet und der Bankier gerät unter Mordverdacht. Dabei rückt der Tag des geplanten Anschlags auf die Vereinten Nationen immer näher.

Buchtipp: »Geneva Girl – Todesursache unbekannt«. Kindle eBook, ASIN: B08GCP4ZMZ. Taschenbuch ISBN: 979-8-6750-1199-5.

Veröffentlicht von:

Kerstin Schulze

Alte Landstraße 174
22339 Hamburg
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Homepage: https://geneva-girl.com

Ansprechpartner(in):
K. S. Wagner
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