Vorsorgen für den Ernstfall – besser frühzeitig daran denken

• Letzter Wille: Sicherstellen, dass das geliebte Haustier auch nach dem Tod gut versorgt ist
• Der gute Zweck ist steuerfrei
• Nur 6 Prozent aller Erbschaften gehen an den Tierschutz

Hamburg, 15. Dezember 2020. Vielen Tierhaltern ist es eine Herzensangelegenheit, ihr geliebtes Haustier gut versorgt zu wissen. Auch bei Krankheit oder im Todesfall. Doch wie geht das? Am besten, indem der letzte Wille erstellt wird. Das kommt dann nicht nur dem vierbeinigen Begleiter zugute, sondern auch vielen anderen Tieren.

„In der täglichen Tierschutzarbeit bekommen wir immer wieder Haustiere gemeldet, deren Frauchen oder Herrchen plötzlich verunfallt oder schwer erkrankt ist und sich dauerhaft nicht mehr um seinen Liebling kümmern kann. Familie, Freunde und Nachbarn fangen die Haustiere oft notfalltechnisch auf und suchen engagiert nach Lösungen. Eine große Hilfe für Angehörige ist es aber, wenn sich die Tierhalter rechtzeitig Gedanken machen, wer sich im Notfall um ihr Tier kümmern kann und möchte und was dann wirklich mit ihrem Liebling geschehen soll“, sagt Frank Weber, Leiter des bmt-Franziskus-Tierheims in Hamburg-Stellingen. Er setzt sich unermüdlich für das Wohl der Tiere ein. Weber ist 2. Vorsitzender des bmt – Bund gegen Missbrauch der Tiere e.V. und VOX-Moderator der Sendung „Hund Katze Maus“.

Mit dem letzten Willen – einem Testament oder einem Vermächtnis – wird die Zukunft des geliebten Haustieres geregelt. Wird der bmt oder ein anderer Tierschutzverein testamentarisch als Erbe oder Vermächtnisnehmer bestimmt, ist die liebevolle und sachkundige Betreuung des verwaisten Gefährten lebenslang gesichert. Im Testament kann ebenfalls festgehalten werden, ob der Vierbeiner privat von Tierfreunden aufgenommen werden oder in einem der bmt-Tierheime leben soll. Er bekommt dann ein neues Zuhause auf Zeit, wird versorgt und im besten Fall wird eine neue Familie für ihn gefunden. Wenn nicht, hat das geliebte Haustier bis zu seinem Lebensende im Tierheim ein neues Zuhause.

„Wir kümmern uns liebevoll um das Tier und wenn von der Hinterlassenschaft noch etwas übrigbleibt, ist das auch für die anderen Tier, die von uns versorgt werden, gut“, sagt Weber. Jeder Betrag, und sei er auch noch so klein, ist wichtig und wird dringend benötigt. Insgesamt gehen lediglich sechs Prozent aller Erbschaften an den Tierschutz.

Der bmt (Mitglied im Deutschen Spendenrat) muss keine Erbschafts- oder Schenkungssteuern zahlen, weil er als gemeinnützig und besonders förderungswürdig anerkannt ist. Ein Vorteil, der unmittelbar den Tieren zugutekommt: So kann jedes Vermögen ohne Steuerabzug zu annähernd 100 Prozent für Tierschutzprojekte bzw. notleidende Tiere eingesetzt werden.

Der bmt betreut in seinen zehn Tierheimen in Deutschland jeden Tag mehrere hundert Hunde, Katzen und Kleintiere, die ihr Zuhause verloren haben. Die haupt- und nebenberuflichen Mitarbeiter*innen des gemeinnützigen Vereins versorgen die abgegebenen, ausgesetzten oder auch misshandelten Tiere und setzen sich politisch für die Rechte von Tieren ein. bmt – das steht seit 1922 für den Bund gegen den Missbrauch der Tiere. Der eingetragene Verein betreute im Geschäftsjahr 2018 knapp 5.000 Haustiere in bundesweit zehn Tierheimen, darunter 1.981 Hunde, 1.797 Katzen und 1.049 Kleintiere.

Weitere Informationen enthält die Broschüre „Tieren helfen“ mit vielen nützlichen Hinweisen zur Tier-Vorsorgevollmacht, dem Testament und dem Vermächtnis, gibt es unter:
https://bmt-tierschutz.bmtev.de/was_kann_ich_tun_nachlaesse_und_erbschaften.php

Über das Franziskus-Tierheim:
Dem Konzept des Franziskus Tierheims liegt zugrunde, dass ein Tierheim eine Begegnungsstätte für tierliebe Menschen sein sollte. Noch immer herrscht in vielen Köpfen die Meinung vor, ein Tierheim sei ein dunkler, düsterer Ort, in dem das Elend der Tiere verwaltet wird. Das Franziskus Tierheim will mit diesem Vorurteil aufräumen und aufzeigen, dass gerade ein Tierheim ein sehr geeigneter Ort ist, um den Menschen den verantwortungsvollen Umgang mit den Tieren näher zu bringen und ans Herz zu legen. Bei der Gestaltung des Tierheims ist deshalb besonderes Augenmerk darauf gerichtet worden, die Räume möglichst hell, freundlich und ansprechend zu gestalten. An alle Katzenräume sind Außenbereiche angeschlossen, die es den Tieren erlauben, es sich auch mal in der Sonne gemütlich zu machen. Um einen kleinen Eindruck der Vielfältigkeit der Tierwelt zu geben, stehen im Vermittlungsbereich mehrere Aquarien. Ein wesentlicher Bestandteil des Konzepts ist das Pfötchen-café, das sich in unmittelbarer Nachbarschaft zu den Katzenaußenvolieren, dem Landschildkröten-gehege und der Wildtierstation befindet. Hier finden kleinere Veranstaltungen rund um das Thema „Tier“ statt, Besucher des Tierheims können es sich gemütlich machen, dort finden regelmäßig Treffen der Ehrenamtlichen sowie der Mitarbeiter statt – sobald Corona es zulässt, sind die Außenbereiche für Besucher wieder geöffnet. Durch die Unterstützung der vielen ehrenamtlichen Helfer kann jedes Tier individuell betreut werden und die im Franziskus Tierheim untergebrachten Hunde gehen jeden Tag bis zu 3 Stunden Gassi.

Pressekontakt:
Kirsten Hedinger
HEDINGER COMMUNICATIONS GmbH, Königstraße 26, 22767 Hamburg
Fon 0 40/42 10 11-12, E-Mail: hedinger(at)hedinger-pr.de

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