„Hyperthermie und Radiowellen als mögliche Mittel gegen Krebs“.

Forschung in den Niederlanden zur Krebsbehandlung mit Wärme und Hochfrequenz

Zwei Einrichtungen in den Niederlanden forcieren ihre Kooperation und dabei die Forschung mit Blick auf den Einsatz von Radiowellen und  Wärme gegen Krebs. So arbeitet das Startup PinkRF in Nijmegen an Hochfrequenz-Systemen, um Krebszellen, durch einen als Hyperthermie bezeichneten Prozess zu erhitzen und abzutöten: „Nijmegen start-up PinkRF uses microwaves to cook cancer cells … The Nijmegen-based start-up is developing a method to utilize solid-state RF energy, …, to heat and kill cancer cells through a process called hyperthermia.” Das Erasmus University Medical Center (“the international center of expertise”, bezüglich Hyperthermie in Holland,), geht neue  technologische Wege, um einen Applikator für die Hyperthermie bei tief liegenden Tumoren im Kopf- und Halsbereich  zu konstruieren.

In einer Mitteilung von PinkRF heißt es: „Untersuchungen haben gezeigt, dass diese erhöhten Temperaturen Krebszellen schädigen und abtöten können, während gesundes Gewebe nur minimal geschädigt wird… Hyperthermie ist eine ergänzende Behandlung, die normalerweise in Kombination mit etablierten Krebstherapien wie Strahlentherapie und Chemotherapie angewendet wird. Brustkrebs ist eine der mit Hyperthermie behandelten Krebsarten.

Prof. Dr. András Szász, Begründer der regionalen Oncothermie, einer Spezialform der Hyperthermie, sagt: "Wir begrüßen die Forschung zur Hyperthermie, wie sie in den Niederlanden erfolgt“. Denn die co-medikative Hyperthermie ist dank ihrer Kombination von Wärme und elektrischer Energie minimalinvasiv, wenn sie sichere Hochfrequenz nutzt. Das Ziel ist, Tumoren durch Wärme und elektrisches Feld selektiv zu erfassen und anzugreifen, also die Vernichtung von Tumorzellen anzuregen. Der Erwärmungseffekt konzentriert sich  gezielt auf den Tumor. Denn: Krebsgewebe leitet elektrische Energie besser als gesundes Gewebe. So lassen sich gesunde von kranken Zellen trennen.“
Die Oncothermie strebt danach, nur kranke Zellen unter thermischen Stress zu setzen. Durch die punktuelle Anwendung ist die lokoregionale Elektrohyperthermie besonders geeignet, um an der Oberfläche begrenzte oder tiefergelegene Tumoren und Metastasen (Hirntumoren, Lungen-, Abdominal-, Beckentumore, Sarkome) zu behandeln.

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